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Wenn
die Schwerter singen - Katamarantraining beim SCIA am
29./30. Mai 2010
F18: das Volksboot. Unter diesem Motto könnte das diesjährige F 18
Training unter der Leitung von Peter Balczuweit mit Trainer Joachim Dangel
gestanden haben. Sieben Hobie
Tiger, ein Wildcat und zwei Nacras hatten für das zweitägige Training
gemeldet. Obwohl bei den grossen internationalen Katamaran-Events
abgemeldet, ist der Tiger in Bayern sozusagen immer noch das
Brot-und-Butter Schiff bei den 18-Füßlern. Und da der SCIA als einer der
grössten Katamaranclubs in Süddeutschland neben diversen Tornados und
anderen Cats mittlerweile neun Grosskatzen beherbergt, bot sich ein
Training am Clubgelände an.
Der
erste Tag beinhaltete die üblichen Trockenübungen bezüglich
Segeltechnik und Bootstrimm. Joachim nahm sich sehr viel Zeit, jeder
Mannschaft zu erklären, wie man ein F18 Schiff so einstellt, das es die
Befehle der Mannschaft in möglichst zügige Fahrt umsetzt und den
gesteckten Kurs ohne Schaden für Mensch und Maschine bewältigt. Tipps für
das Regattasegeln, Warten auf Wind und die Einnahme von Gegrilltem und
Vergorenem aus der SCIA Küche rundeten den Tag ab.
Am Sonntag sollte die Theorie in die Praxis umgesetzt werden. Im
Gegensatz zu früheren Jahren steigen jedoch zunehmend mehr Crews direkt
auf einem F 18 Schiff in das Katamaransegeln ein, so dass Trainer Joachim
alle Hände voll zu tun hatte, die Teilnehmer der unterschiedlichen Könnensstufen
unter einen Hut, bzw. zwischen die Tonnen zu bekommen. So dezimierte sich
das Feld auf dem Wasser deutlich, als ein Ammersee-typisches Phänomen
auftrat: bockige Böen bis 5 Beaufort aus abrupt wechselnden Richtungen.
Unter diesen Bedingungen bietet ein Kurs zwischen zwei Tonnen, die knapp
200m voneinander entfernt sind, jede Menge Abflugpotential für
unerfahrene Crews. Ein F18 Schiff ist
zudem deutlich anspruchsvoller als die entschärften
Touristenspielzeuge, mit denen der Segelinteressierte während eines
Cluburlaubs Bekanntschaft macht. Aber es ist auch für HC 16 Umsteiger
eine völlig neue Erfahrung, selbst wenn sie die Banane mit Spi gesegelt
sind. So traute sich der frischgebackene Wildcat-Eigner auch nur gaaaanz
langsam aus dem Schondorfer Windschatten heraus und Joachim war im
Trainerboot zeitweilig ziemlich einsam, da sich die meisten
Bootsbesatzungen überfordert fühlten und in den sicherfen SCIA Hafen zurückgesegelt
waren. Das Training war dennoch oder auch deswegen ein Erfolg, da die
meisten Segler anschliessend ihrem Schiff und dem Wetter mit gehörigem
Respekt gegenübertraten und einsahen, das die Beherrschung eines F18-
Renners intensiv geübt werden muss, will man das Speedpotential
ausreizen. Daher rechnet der
SCIA auch im nächsten Jahr mit einer Vielzahl von Anmeldungen, um aus den
Freizeitskippern mit Joachim
Dangels Hilfe regattataugliche Cracks zu formen.
Tom König
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